Lange Zeit wurde die Stringtheorie als die einzig wahre Theorie der Physik angesehen. In ihr geht man davon aus, dass das gesamte Universum aus einem String besteht. Je nachdem, welche Schwingungen dieser String aufweist, erscheinen uns einzelne Teilchen, wie die Neutronen, Protonen und Elektronen, die wir aus der Teilchenphysik kennen. Das Wort String, das Namensgeber für die Stringtheorie ist, leitet sich aus dem Englischen ab und soll dabei für Saite stehen.
Obwohl die Stringtheorie sich mit diesen Aussagen auf den ersten Blick verständlich anhört, gibt es ein großes Problem: Die Stringtheorie geht davon aus, dass es nicht nur die vier uns bekannten Dimensionen Länge, Breite, Höhe und Zeit gibt. Sondern genauso sollen weitere Dimensionen bestehen. Man geht hier meist von zehn bis elf Dimensionen aus. Allerdings besteht auch unter den Verfechtern der Stringtheorie keine Einheitlichkeit, vielmehr gibt es zahlreiche Variationen der Stringtheorie. Das macht es unendlich schwierig, hier eine konkrete Aussage treffen zu können.
Weitere Probleme der Stringtheorie
Doch damit nicht genug. Die Stringtheorie ist auch dahingehend nachteilig, dass sie kaum eine Aussage mit Hilfe von Formeln belegen kann. Nur sehr wenige Formeln können tatsächlich aufgeschrieben werden. In der überwiegenden Zahl der Fälle müssen unterschiedliche Terme gebildet werden. Dabei gilt, je höher die Anzahl der Terme, desto genauer die Annäherung an die Realität.
Selbst begeisterte Mathematiker, die KFZ-Versicherung problemlos berechnen können, scheitern oft an der Stringtheorie und ihren Formeln. Schließlich ist es bisher nicht einmal gelungen, zu beweisen, dass die Anzahl der Terme und ihre Ergebnisse endlich sind. Solange unklar ist, dass es ein Ende gibt, kann die Theorie jedoch nicht ausreichend untermauert werden.
Ebenfalls erweist es sich als sehr problematisch, dass die Stringtheorie seit mittlerweile mehr als 30 Jahren bekannt ist. Dennoch konnten bis dato noch keine eindeutigen Ergebnisse vorgewiesen werden. Das lässt den Glauben an diese physikalisch lange Zeit hochgeschätzte Theorie zunehmend geringer werden. Aufgrund der Ausgangssituation, dass die Strings so winzig sind, dass sie nicht einmal ansatzweise sichtbar gemacht werden können, gibt es auch so gut wie keine Experimente im Rahmen der Stringtheorie, die durchgeführt werden können. So wird die Beweisführung in diesem Bereich noch schwieriger, was nicht nur echte Mathegenies vor ein Problem stellt, sondern erst recht die Laien. Die Stringtheorie wird auf absehbare Zeit also eine Theorie bleiben, die eigentlich keine ist und die von den Experten sehr kontrovers diskutiert wird. Insofern bleibt abzuwarten, wann und wie sich die Stringtheorie weiter entwickeln wird und ob noch Erkenntnisse aus diesem Forschungsgebiet zustande kommen.
