Die Superstringtheorie als neuer Ansatz der Wissenschaft
Bei der Superstringtheorie handelt es sich um eine noch recht junge physikalische Disziplin, die den Ansatz vertritt, dass das Universum und somit auch die Welt, so wie wir sie kennen, nicht alleine nur aus Elementarteilchen, wie es die berühmten Physiker einst herausgefunden haben, besteht. So begründete Einstein seinerzeit die Theorie, alle Materie bestünde aus Elementarteilchen. Man ging davon aus, um sich ein solches Teilchen vorstellen zu können, dass es sich hierbei um einen nulldimensionalen Punkt handele. Physikalische Dimensionen in dieser Größenordnung sind nur schwer vorstell- oder gar nachweisbar. Daher hat sich die Vorstellung, ein Elementarteilchen sei ein nulldimensionaler mathematischer Punkt, inzwischen durchgesetzt. Die Superstringtherorie, die allgemeinhin auch vereinfacht Stringtheorie genannt wird, geht von einem anderen Ansatz aus.
Damit jedoch sämtliche Beweise hinsichtlich des Belegs dieser Theorie erbracht werden könnten, müssten die Wissenschaftler schon einen Antrag auf einen Kredit stellen, denn die Kosten, ein solchen Projekt in aussagekräftiger Beweiskraft auf die Beine zu stellen, würde nach heutigen Maßstäben viele finanziellen Mittel schlicht und ergreifend sprengen. Daher sind viele Ansätze in der noch jungen Disziplin angenommene Theorien, die jedoch nicht minder spannend sind als der Ansatz, alle Materie bestünde aus Elementarteilchen.
Die Superstringtheorie geht, ähnlich wie die Theorie der Elementarteilchen, davon aus, dass sich Materie aus Teilchen zusammensetzt. Jedoch sieht die neue physikalische Disziplin die Elementarteilchen zwar als das kleinste Teilchen in der Formgebung der Materie, nicht aber als deren Endpunkt an. Denn die Wissenschaftler, die die Stringtheorie präferieren, gehen davon aus, dass Materie sich aus Strings, dem englischen Begriff für die deutsche Übersetzung Saite, zusammensetzt. Hierbei wird zwischen offenen und geschlossenen Saiten unterschieden.
Bei offenen Strings, sagen die Wissenschaftler, handelt es sich um Saiten, die zwei Endpunkte haben. Sie kommen somit einer kurzen Linie gleich. Im Gegensatz zu den offenen Strings gibt es die geschlossenen Strings. Hierbei handelt es sich um Strings, die kein Ende haben, somit einem Kreis am nächsten kommen. Die Physiker gehen davon aus, dass Materie durchaus aus offenen Strings bestehen kann. Geschlossene Strings sind hingegen unerlässlich für die Bildung von Materie. Der Grund für diese Annahme ist darin begründet, dass offene Strings immer auch bedingt durch Wechselwirkungen geschlossene Strings erzeugen können.
Doch auch das Elementarteilchen spielt in der Superstringtheorie eine große Rolle. Jedoch gehen die Physiker, die die Superstringtheorie vertreten, von einem gänzlich anderen Ansatz aus. Denn in dieser Theorie ist das Elementarteilchen nicht der Ausgangspunkt aller Materie, sondern lediglich ein Teilchen, das die Strings in Vibrationen versetzt. Die Wissenschaftler sprechen davon, dass man sich ein Elementarteilchen quasi als Schwingungsanregung für die Strings vorstellen kann. Die Frequenz, die hierdurch erzeugt wird, sehen die Physiker als eine Energie in der Quantenmechanik an. Schlussendlich, so sagen die Wissenschaftler der Superstringtheorie, sei diese Schwingungsanregung nichts anderes als die Gravitation.
Die Superstringtheorie wird ambivalent diskutiert. Es gibt Wissenschaftler, die davon überzeugt sind. Andere hingegen präferieren eher die althergebrachten Lösungsansätze. Schlussendlich hat die Physik, wie viele andere wissenschaftlichen Disziplinen auch, das Problem, ihre Theorien beweisen zu können. Die Versuche verschlingen Unsummen an Geld und die Fördermittel sind knapp. Nicht jede Disziplin kann es sich leisten, einen Kreditantrag zu stellen, wenn die Fördermittel letztendlich aufgebraucht sind. Hinzu kommt, dass es schwierig ist, Nachweise in diesen kaum vorstellbar kleinen Größenordnungen führen zu können.
